Kassel
Besuche zwischen 1870 - 1888, ab 1892 regelmäßig bis 1907
Wilhelm Busch besuchte Kassel mit seinem Malerfreund Franz von Lenbach, um sich die Bildergalerie im Schloss Wilhelmshöhe anzuschauen. Auch mit dem Architekten Lorenz Gedon war er dort:
Wir machten eine antiquarische Fahrt zusammen nach Braunschweig, Hildesheim, Kaßel und haben bei schöner Hitze gar schöne Dinge gesehn.
Kassel nutze er ähnlich wie Göttingen, um Freunde und Geschäftspartner zu treffen. Wenn Busch nach Frankfurt fuhr, ob von Seesen oder Hannover aus, machte er oft dort Station.
Wir fuhren nach Kaßel. Ich sah die Gallerie mal wieder mit den wundervollen Niederländern. Ich sah auch sonst noch allerlei. Zwei Nächte kam ich nicht zur Ruhe. Wie thöricht kam ich mir doch vor,
schrieb Busch am 3. August 1875 an Maria Anderson
Kassel liegt etwa 70 Kilometer nordwestlich des geogra-
fischen Mittelpunkts von Deutschland. In der jüngeren Stadtentwicklung bildete die Gründerzeit um 1890 eine Zäsur zwischen der kurfürstlichen Provinz- und Residenz-
stadt und der spätbürgerlichen Industriestadt.
Heute würde Wilhelm Busch in Kassel gewiss die Documenta, die größte Ausstellung für zeitgenössische Kunst, interessieren.