Wien

Einwöchiger Besuch 1873

Im Jahr 1873 besuchte Wilhelm Busch die Weltausstellung in Wien. Er interessierte sich für technischen Fortschritt und Weltkultur.

Für den Verlag Bassermann, der auf dieser Leistungs-
schau vertreten war, hatte er ein Plakat gestaltet. Es zeigt einen Fesselballon, in dessen Korb Figuren aus Buschs Bildergeschichtenwelt zu erkennen sind. Werbeplakate waren damals etwas ganz Neues. Busch-Fans oder erste Plakat-Sammler konnten dieses „Werbeposter“ kaufen.

Das Gelände der Wiener Weltausstellung

Nun mußte Er natürlich auch nach Wien. Droschken, Omnibuße, Bilder, Weiber, Japanesen, Kies, Staub und schöne Rechnungen, das alles füllt mir noch den Kopf, während die Taschen öde sind; denn die Guldenscheine sind herausgeflattert, wie flügge Spatzen unter dem Dach. – Seit gestern bin ich wieder hier,

schrieb Busch am 15. Juni 1873 an Friedrich Warnecke

Das Eingangstor zur Wiener Weltausstellung

Wien liegt an der Donau zwischen den nordöstlichen Ausläufern der Alpen im Wiener Becken. Vom Ring-
straßenstil ist Wien architektonisch entscheidend geprägt. Diese Zeit gipfelte in der Weltausstellung 1873, der ersten im deutschsprachigen Raum. Im offiziellen Programm wurde verlautbart, dass die internationale Ausstellung das Kultur-
leben der Gegenwart und das Gesamtgebiet der Volkswirt
schaft darstellen und deren weiteren Fortschritt fördern sollte. Mit dem während der Ausstellung erfolgten großen Börsenkrach ging die Gründerzeit zu Ende. Mit Beginn der Industrialisierung in Wien Mitte des 19. Jahrhunderts erlebte die Stadt einen enormen Bevölkerungszuwachs.