Goslar
Ausflüge von Mechtshausen, Ebergötzen und Wolfenbüttel aus
Goslar war für Wilhelm Busch ein Kurzreiseziel. Die Stadt war von Mechtshausen, Ebergötzen oder Wolfenbüttel aus gut zu erreichen.
Nur ein Ausflug nach Goslar wurde gemacht, wo ich an dich und deinen dortigen Aufenthalt gedachte. Eine alte, eisgraue, bleierne Stadt mit schrecklich viel vermauerten Thüren! Wir frühstückten aber gut in der Kaiserworth,
schrieb Busch am 30. April 1876 an seinen Freund Erich Bachmann
Die Stadt liegt zwischen den nordwestlichen Ausläufern Harzes mit dem Rammelsberg und dem äußersten Südende des Salzgitter-Höhenzugs. Durch Goslar fließt die Gose bzw. Abzucht, ein Nebenfluss der Oker. In der Nähe liegen die Granetalsperre und die Okertalsperre. Ein Aufschwung erhielt die Stadt durch den Schuhmacher Friedrich Lampe, der ab 1842 ein bekanntes Kräuter-Heilbad einrichtete. Zu seinen Kurgästen zählte u.a. die hannoversche Königsfamilie. Jährlich besuchten bis zu Lampes Tod am 1. April 1866 ca. 4000 Heilbedürftige das Bad. Nach dem Krieg von 1866 wieder preußisch, wurde Goslar ein beliebter Alterswohnsitz für pensionierte Großstädter.