Rehburg

Kurze Aufenthalte, 1891 Treffen mit Johanna Kessler und Anhang

Im Jahr 1891 wollte die Frankfurter Freundin Johanna Kessler mit einigen ihrer Familienmitglieder Wilhelm Busch in Wiedensahl besuchen. Busch mochte das gar nicht gern. Er gab eine Hochzeitsvorbereitung und schwierige Umstände vor und ließ die Frankfurter Reisegruppe in Rehburg einquartieren. Dort traf er sich dann mit Ihnen.

Als einzigem seiner Freunde gelang es Lorenz Gedon, Busch für einige Tage in Wiedensahl zu besuchen.

In einem Brief von Wilhelm Busch an Hermann Nöldeke vom 5. Oktober 1891 liest sich der „Überfall“ der Frankfurter so:

Donnerstag, Freitag war ich in Celle und kam Sonnabend zurück. Mitlerweile war Frau Keßler aus Frankfurt mit zwei Töchtern, zwei Großkindern und Kisten und Kasten, grad während der Hochzeit, hier angerückt, um sich in Wiedensahl für acht Tage einzumiethen. Das machte sich aber natürlich nicht. So kehrten sie nach Rehburg, woher sie zunächst gekommen, wieder zurück. Ich besuchte sie dort gestern.

Rehburg ist eine ehemalige Stadt im Landkreis Nienburg/
Weser in Niedersachsen und heute Ortsteil von Rehburg-Loccum. Sie liegt westlich des Sees und gehört zum Natur-
park Steinhuder Meer. Das Siedlungsgebiet hat die Form eines Straßendorfes, es wird im Norden durch ein ausgedeh-
ntes Wald- und Moorgebiet begrenzt. Die ehemalige Ober-
försterei (heute Rathaus) wurde im 18. Jahrhundert auf den Fundamenten der alten Burg errichtet. Es handelt sich um einen einfachen klassizistischen Bau, dessen Vorderfront verputzt ist, die Rückseite besteht aus Sichtfachwerk. Der seitliche und der rückwärtige Anbau wurden ebenfalls in Fachwerk erstellt.