Adolf Nöldeke
* 12.8.1865 in Wiedensahl, † 22.7.1919 in Verden
Adolf Nöldeke, der mittlere Sohn von Fanny und Her-
mann Nöldeke, war 13 Jahre alt, als sein Vater starb. Er war sieben Jahre alt, als Wilhelm Busch 1872 in die Familie auf-
genommen wurde. Vielleicht hatte er es am schwersten, den neuen Mitbewohner später auch als „neuen Vater“ anzu-
erkennen. Auseinandersetzungen sind jedoch nicht bekannt.
Busch unterstützte seine Neffen gerne mit Rat und Tat und nahm sie mit auf Reisen.
Adolf Nöldeke besuchte das Gymnasium in Bückeburg und bestand dort sein Abitur. Als Altphilologe unterrichtete er am Ulrichsgymnasium in Norden in Ostfriesland. Seit 1896 war er verheiratet mit Elisabeth Koch, 1897 kam eine Tochter zur Welt. Nach dem Wechsel an das Domgymnasium in Verden wurde 1902 Sohn Kurt geboren. Für ihn übernahm Wilhelm Busch noch einmal die Patenschaft, während er andere Anfragen aus der Familie stets ablehnte. Adolf Nöldeke starb 1919 mit nur 54 Jahren.
Buschs Neffen ist es zu verdanken, dass viele Bilder erhalten blieben, die der Onkel sonst wohl vernichtet hätte. Sie machten Busch posthum auch als Maler bekannt. Schon kurz nach dessen Tod organisierten die drei mehrere Verkaufs-
ausstellungen, um die Arbeiten zu Geld zu machen. Zuvor hat man die Gemälde allerdings weder katalogisiert noch zeitlich eingeordnet oder betitelt, so wurden sie in alle Winde zer-
streut. Bilderhandschriften wurden – um mehr Gewinn zu erzielen – in Kapiteln oder sogar in Einzelzeichnungen verkauft, nur Hernach konnte nicht zu Geld gemacht werden, da Schwester Fanny sich geweigert hatte.