Northeim

Umsteige- und Begegnungsort

Ob Wilhelm Busch viel von Northeim gesehen hat, ist fraglich. Der Bahnhof der Stadt diente ihm für kurze Umsteige-Aufenthalte von/nach Mechtshausen, Ebergötzen, Hannover, Hattdorf, Kassel, München.

Auch traf er sich dort mit verschiedenen Freunden, jedoch auch nur zu kurzen Begegnungen.

Also, nachdem die Nanda in Gießen ausgestiegen war, fuhr ich mutterselig allein im selben Abtheil weiter bis Northeim, ohne von der Hitze belästigt zu werden. Dann mußt ich mich allerdings zwischen Bauern und schwit-
zenden Harzpilgern durchdrängeln, wie ein Hausknecht, um am Schalter mein Billet zu erwischen; eine Thätigkeit, die mich beschämte
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berichtete Wilhelm Busch brieflich am 7. Juni 1900 an Johanna Kessler

Northeim liegt im  Niedersächsischen Bergland an den äußersten Südwestausläufern des Harzes, 20 Kilometer entfernt von der Großstadt Göttingen. Durch die Stadt fließt die Rhume mit ihrem Rhumekanal, der einst zum Betrieb der Northeimer Mühle angelegt wurde. 1832 kam es zu einem schweren Brand in der Stadtmitte, dem 46 Wohnhäuser, die Apotheke und das prächtige Rathaus zum Opfer fielen. Da der Stadt nun ein Rathaus fehlte, kaufte sie 1842 das Ru-
mannsche Patrizierhaus am Entenmarkt, welches als neues Rathaus diente und dies bis zur Mitte des 20. Jahr-
hunderts auch blieb. 1848 wurden schließlich die Stadttore, die ihre Bedeutung längst eingebüßt hatten, beseitigt.