Düsseldorf

Studienort 1851 – 1852

Im Juni 1851 brach Wilhelm sein Maschinenbaustudium in Hannover ab. Mit seinem Freund Carl Bornemann folgte er dem ehemaligem Studienkollegen August Klemme nach Düsseldorf. Sie schrieben sich an der Kunstakademie ein, wurden aber nur in die vorbereitenden Klassen aufgenom-
men. Wilhelm war enttäuscht, sah er sich nach dem ersten Zeichenunterricht in Hannover doch schon als Fortgeschrit-
tenen. Die Eltern hatten die Studiengebühr für ein Jahr vorausgezahlt und er bekam Geld von der Mutter. Zuneh-
mend schwänzte er den Unterricht und reiste im Mai 1852 nach einem Aufenthalt in der Heimat August Klemme nach Antwerpen nach, um dort sein Studium fortzusetzen.

Nachdem ich drei bis vier Jahre in Hannover gehaust, verfügt ich mich, von einem Maler ermuntert, in den Düsseldorfer Antikensaal. Unter Anwendung von Gummi, Semmel und Kreide übte und erlernt ich daselbst die beliebte Methode des Tupfens, mit der man das reizende lithographische »Korn« erzeugt.

So schrieb Busch in seiner Autobiographie Was mich betrifft (1886).

Düsseldorf, die Landeshauptstadt des Bundeslandes Nord-
rhein-Westfalen liegt überwiegend am rechten Ufer des Rheins in der Mitte des Niederrheinischen Tieflands. Die preußische Stadt, die zu Zeiten Wilhelm Buschs aus poli-
tischer und wirtschaftlicher Sicht nur wenig Bedeutendes vorzuweisen hatte, nahm ab 1880 dank fortschreitender Industrialisierung, ausgebauter Verkehrsinfrastrukturen und rapiden Bevölkerungswachstums eine rasante Entwicklung. Heute zählt die Messestadt in der Mitte der Metropolregion Rhein zu den fünf wichtigsten, global stark verflochtenen Wirtschafts-, Verkehrs-, Kultur- und Politikzentren Deutschlands.