Henriette Dorothee C. Busch

* 2.4.1803 in Wiedensahl, † 16.1.1870 in Wiedensahl

Dass Mutter Busch den neunjährigen Wilhelm gerne weg gegeben hat, ist kaum anzunehmen. Sicherlich wollten alle das Beste für ihn: eine gute Schulbildung über die Dorfschule hinaus beim Onkel Kleine in Ebergötzen und die Förde-
rung seiner Fähigkeiten. Dass die Mutter ihn nach zwei Jahren nicht erkannt hat, als er ihr auf der Dorfstraße ent-
gegen kam, muss auch nichts Negatives bedeuten – sie wird in Gedanken gewesen sein. Und: Ein Elfjähriger sieht ganz anders aus als ein Neunjähriger! Wilhelm Busch hat nie etwas Schlechtes über seine Mutter geäußert.
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Mutter Henriette Busch war die Tochter des Wiedensahler Wundarztes Georg Kleine. Sie heiratete den Wundarzt Friedrich Wilhelm Stümbke,  der ebenso wie ihre drei kleinen Kinder an einer Lungenkrankheit starb. Mit 26 Jahren musste sie ganz neu anfangen. Zusammen mit ihrer verwitweten Mutter Dorothee Amalie Kleine betrieb sie zur Sicherung ihres gemeinsamen Haushalts einen kleinen Kramladen. Am 19.5.1831 heiratete sie in Wiedensahl Johann Friedrich Wilhelm Busch. Nach dem ersten Sohn Wilhelm kamen weitere sechs Kinder zur Welt, die bis auf die Tochter Anna alle das Erwachsenenalter erreichten.

Die erste Ehe von Henriette Dorothee Charlotte Kleine stand unter keinem guten Stern. Der Wiedensahler Wundarzt Stümbke (1797 – 1829), den sie 1822 heiratete, starb am 18.6.1829 mit 32 Jahren an einer Lungenkrankheit.

An der gleichen Krankheit waren 1825 und 1827 schon zwei Mädchen (zwei Monate und fünf Monate alt) gestorben. Das letzte Kind, ein Junge (acht Monate alt), starb im Winter 1828, fünf Monate vor seinem Vater.

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Busch über seine Mutter