Hameln
Erster Besuch 1841 als Kind; weitere zwischen 1850 und 1883
Wilhelm Buschs Großmutter mütterlicherseits, Amalie Kleine geb. Wiederhold, stammte aus Hameln. Familie Wiederhold wohnte in der Bäckerstraße 55. Amalie, die Enkeltochter von Amalies Schwester Catarina kaufte nach ihrer Heirat mit Friedrich Schäfer das Fachwerkhaus Fisch-
pfortenstraße 11 (heute frisch renoviert). Dort logierte Busch anfangs, wenn er in Hameln war. Später wohnte er im Hotel Bremer Schlüssel. In Hameln lebte auch Buschs Freund, der Heraldiker Friedrich Warnecke.
Busch liebte die Stadt und die Umgebung, die er in vielen Skizzen festhielt.
Die Gegend ist prächtig, voll schöner Berge; was ließen sich dann für Ausflüchte machen. Wie war’s doch in Hameln so schön! Könnten wir doch in schöner Jahreszeit dort einmal wieder zusammen sein. Unmöglich ist das Wenigste, wenn man es nur ernstlich will. Nun leben Sie recht wohl, mein alterthümlicher Freund und schreiben Sie recht bald,
schrieb Wilhelm Busch am 19. Februar 1857 an Friedrich Warnecke
Hameln liegt südwestlich von Hannover. Die Stadt befindet sich im Zentrum des Naturparks Weserbergland-Schaumburg-Hameln. 1866 wurde Hameln nach 700-jähriger Oberhoheit der Welfen preußisch, seit 1885 ist es Sitz der Kreisverwaltung des Landkreises Hameln-Pyrmont und seit 1872 gibt es die Bahnstrecke Hannover – Altenbeken der Hannover-Altenbekener Eisenbahn-Gesellschaft. 1875 kam die Bahnverbindung nach Hildesheim und Löhne hinzu. Am 1. April 1897 wurde das 4. Hannoversche Infanterie-Regiment Nr. 164 in Hameln aufgestellt. Das Regiment nahm ab August 1914 am Ersten Weltkrieg in Belgien und Frankreich teil.