Anna Richter

* 3.11.1847 in Schöningen, † ?

Wilhelm Busch war verliebt. Das war nicht zu übersehen. Dazu fröhlich und ausgelassen wie selten im Leben. Mit Anna tollte er durch ein paar schöne Sommertage. Was genau geschah, bleibt das Geheimnis der beiden. Sie war 17, er war 31. Als aus dem Spiel Ernst werden sollte, wurde Annas Vater zum Spielverderber. So war das damals. Man hoffte auf „gute Partien“ und auf ein Leben „in geregelten Bahnen“. Beides hatte Busch zu diesem Zeitpunkt nicht zu bieten. Da konnte aus der Verliebtheit keine Liebe werden und auch keine Ehe.

Wilhelm Busch hatte Anna Richter bei seinem Antrittsbesuch 1863 in dem neu gegründeten Haushalt von Alwine und Gustav Busch in Wolfenbüttel kennengelernt. Als Haustochter lernte sie dort Kochen und alles, was man für eine ordentliche Haushaltsführung brauchte.

In den nachfolgenden Zeilen aus der Sammlung Kritik des Herzens interpretiert Wilhelm Busch die besondere Beziehung zu Anna Richter:

Sie war ein Blümlein – Gedicht an Anna Richter

Annas Vater, der Kurzwarenhändler Adolf Richter, wollte sicherlich das Beste für seine Tochter. Er lehnte den Heirats-
antrag – übrigens der erste und einzige, den Busch je gemacht hat – ab. Einen Künstler mit unsicherem Einkommen wollte er nicht als Schwiegersohn.

Anna Richter heiratete 1868 den Bahn- und Postgehilfen Johann Heinrich Lüddecke

Anna Richter im Kreise ihrer Familie um 1873

 

 

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...und das sagt Busch