Rom

Zweite Italienreise 1886

Im Jahr 1886 reiste Wilhelm Busch zum zweiten Mal nach Italien. Sein Freund und Künstlerkollege Franz von Lenbach hatte ihn nach Rom eingeladen. Der Reiseweg verlief über Mailand und Florenz. Rom faszinierte Busch allerdings nicht so sehr wie die toscanische Stadt Florenz.

Rom faszinierte Busch allerdings nicht so sehr wie die toscanische Stadt Florenz. Erinnerungen und Erlebnisse aus der Großstadt Rom sucht man in seinen Bildern oder Bildergeschichten vergebens.

Über die Rom-Reise schrieb Busch am 27. Juni 1886 an Marie Hesse: Ich war auf meine alten Tage auch noch mal tiefer nach Italien hinein; aber schon in Florenz hatt ich so überwältigend viel gesehn, daß ich Lust hatte wieder umzukehren, hätt ich nicht dem Lenbach versprochen gehabt, ihn in Rom zu besuchen. Hier wohnt ich dann auf’s Fürstlichste im Palazzo Borghese, wo sich im ersten Stock ein hübscher Garten mit Lorbergängen und Fontänen befindet. Es war sehr kaltes und regnerisches Wetter, und wenn ich in Florenz eine Unmaße von Bildern in den Erinnrungskasten gepackt, so wurde nun hier auch noch eine Last von alten Steinen dazu geworfen. Herrlich, aber zu viel! 

Nach dem Ende des Kirchenstaates wurde Rom am 26. Januar 1871 die Hauptstadt des im Zuge des Risorgimento entstandenen italienischen Nationalstaates; zuvor hatten übergangsweise Turin und Florenz diese Rolle innegehabt. Rom mit seinen knapp 3 Millionen Einwohnern ist die größte Stadt Italiens und liegt an den Ufern des Flusses Tiber. Roms ist außerordentlich reich an bedeutendem Bauten und Museen und Ziel zahlreicher Touristen.

Die Altstadt, der Petersdom und die Vatikanstadt stehen seit 1980 auf der Liste der UNESCO-Weltkulturerben.