Köln

Belgienreise 1874

Auf seiner Belgien-Tour mit Bruder Hermann reiste Wilhelm Busch 1874 von Köln, wo er seine Cousine Helene, eine Tochter des Onkels Georg Kleine, besuchte, über Brüssel, Brügge und Gent nach Antwerpen.

In Köln, in unserm Hôtel, fanden wir Helene Kleine mit Mann, Schwiegervater und ihrer Freundin Helene Otte zu unserm Empfange bereit. Es wurde ein recht lustiger Abend mit Champagner. – Den andern Morgen ging’s direkt nach Brüßel, und als wir uns die Stadt besehn und in’s Hôtel zurück kehrten, machte uns dem Papa Knust aus Wolfenbüttel sein Kellner die Thür auf,
schrieb Busch 1874 an Erich Bachmann

Köln liegt in der Kölner Bucht, einer durch den Rhein ge-
prägten Flusstallandschaft zwischen den Hängen des Bergischen Landes und der Eifel. Diese geschützte Lage bewirkt für Köln ein mildes Klima. Im Jahre 1880 wurde nach 632 Jahren auf Betreiben des Königs von Preußen und deutschen Kaisers der Bau des Kölner Doms abgeschlossen – zumindest weitgehend. Denn am Wahrzeichen Kölns wird ständig gebaut. Neben den Bombenschäden des II. Welt-
kriegs sind es heute vor allem Schäden durch Umweltein-
flüsse, die einen restoratorischen Dauerbetrieb erfordern. Weil diese Arbeiten vermutlich nie abgeschlossen werden, wird der Dom auch als die ewige Baustelle bezeichnet.