Duderstadt
Kurzaufenhalte auf der Durchreise von Göttingen nach Ebergötzen
Das beständige Winterwetter war doch, wenn auch nicht für Jeden in jeder Beziehung, sehr angenehm. In Eber-
götzen wurde jeden Nachmittag hinausgeglitscht: gute Pferde, guter Schlitten, gute Wärmflaschen. Nach Span-
beck z. B. – Gillersheim, Duderstadt – am herrlichsten die Rückfahrt mittags nach Göttingen, als der Wald ruhig dastand voll Rauhfrost im Sonnenschein,
schrieb Busch am 24. Februar 1895 an Adolf Nöldeke
Duderstadt ist eine Stadt im Landkreis Göttingen im südöst-
lichen Niedersachsen. Im 19. Jahrhundert geriet Duderstadt in eine Randlage. Von 1816 bis 1866 lag die Stadt an der neuen Grenze zwischen Hannover und Preußen, die mitten durchs Eichsfeld verlief. Als mit dem Bau der Eisenbahnen neue Verkehrslinien entstanden, blieb die Stadt abseits der Hauptlinien. Erst später, in den Jahren 1887/89, erhielt sie durch die Bahnstrecke Wulften – Leinefelde Anschluss an die Hauptbahnen Südharzstrecke und Halle-Kasseler Eisenbahn. Das mittelalterliche Stadtbild wird geprägt von rund 600 Bürgerhäusern verschiedener Stilepochen und den beiden großen Stadtkirchen St. Cyriakus und St. Servatius.