Bremen
Aufenthalte 1875, 1878, 1879, 1898
Wenn Wilhelm Busch in Bremen war, stieg er in Hillmann’s Hotel ab. Er besuchte das Ehepaar Ebhardt und das Ehe-
paar Hesse wenn er auf der Durchreise nach Norden und weiter nach Norderney war. Aus Bremen stammte seine Schwägerin Johanne, die Frau von Adolf Busch. Nach einem Besuch bei Ebhardts schrieb er 1875:
Mein liebes lustiges Bäschen Agnäschen! Ich sage Dir und Karl und den Kindern auch noch vielen Dank für die ge-
müthlichen Tage, die Ihr mir in Bremen bereitet habt, und all den liebenswürdigen Bekannten viel freundliche Grüße. Dein auf der andern Seite abphotographirter Vetter Wilh. Busch.
Die Aufhebung der Torsperre 1848 schaffte Raum für die industrielle Entwicklung der Stadt. Seit 1847 erhielt sie Anschluss an die Königlich Hannoversche Staatsbahn. 1853 begann – nach großzügiger Eindeichung des umliegenden Marschlandes – die bis ins 20. Jahrhundert für Bremen typische Reihenhausbebauung der Vorstädte mit soge-
nannten Bremer Häusern. Die Stadtgemeinde ist Hauptstadt des Landes Bremen. Mit der Industrialisierung zu Beginn des 19. Jahrhunderts erlebte Bremen vor allem durch Schiffbau und Hafen einen rasanten Aufstieg. Die Einwohnerzahl von 35.000 in 1812 kletterte in nicht einmal 60 Jahren auf über 100.000.