Ebergötzen
Wohnort (1841-1846) und Besuche in der Mühle (bis 1906)
Wilhelm Busch war neun Jahre alt, als er zum Onkel Georg Kleine nach Ebergötzen kam. Der Onkel sollte ihn unter-
richten, seine Talente fördern und auf ein Maschinenbau-Studium vorbereiten. Wilhelm lebte im Pfarrhaushalt, den Fanny Kleine führte. Die Kleine-Kinder waren nicht immer gut auf den Dauergast zu sprechen, weil der Vater ihm man-
ches durchgehen ließ, was er seinen eigenen Kindern nicht erlaubte. Mit Max und Moritz hat Wilhelm Busch der Eber-
götzer Wassermühle ein Denkmal gesetzt: Sie gehörte dem Vater seines Freundes Erich Bachmann, mit dem Busch als Junge das Dorf und die Umgebung erkundete. Die Unter-
nehmungen der beiden waren Anregung für die Streiche.
Als ich neun Jahr alt geworden, beschloß man, mich
dem Bruder meiner Mutter in Ebergötzen zu übergeben. Ich freute mich drauf; nicht ohne Wehmut. Früh vor
Tag wurde das dicke Pommerchen in die Scherdeichsel
des Leiterwagens gedrängt…
Nach zweimaligem Übernachten bei Verwandten
wurde das Ebergötzener Pfarrhaus erreicht.
Was mich betrifft (1886) auf diese Zeit zurück.
Ebergötzen liegt in Südniedersachsen etwa 15 Kilometer östlich der Universitätsstadt Göttingen. Die Wassermühle in dem Ort mit ca. 1800 Einwohnern ist heute als Wilhelm-Busch-Gedenkstätte für Besucher geöffnet. Zudem kann in Ebergötzen das Europäische Brotmuseum besucht werden.
In der Nachbarschaft, im kleinen Ort Krebeck, rühmt man sich, der Mittelpunkt Deutschlands zu sein. Dies wurde mit Hilfe eines dreidimensionalen Modells ermittelt.