Bremervörde

1878

Am 4. Oktober 1878 heirateten Wilhelm Buschs Bruder Hermann und Elisabeth Schönian in Bremervörde. Die Hochzeit fand bei den Eltern der Braut statt. Busch war bei der Hochzeitsfeier anwesend und fiel dort einer jungen Lehrerin als charmanter und unterhaltsamer Tischherr auf.

Marie Rasch schrieb ihrer Freundin einen ausführlichen Bericht über dieses Ereignis.

Wie schnell vergingen mir doch die goldenen Herbsttage in der schönen Stadt Bremen! – Dann ging’s weiter bei trüber Regenstimmung durch Moor und Haide und unter Blitz und Donner nach Bremervörde hinein. Die nächste Umgebung des kleinen Städtchens, die Brücke, der Hafen, der Park mit den uralten Pappeln, hat mich angenehm überrascht. Meines Bruders Schwiegereltern sind gar liebenswürdige gastfreie Menschen,

schrieb Busch am 7. Oktober 1878 an Marie Hesse

Der Hafen von Bremervörde war im 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts als Endpunkt der schiffbaren Oste ein wichtiger Umschlagplatz für  Torf aus dem Teufelsmoor sowie für Stackbusch (Buschwerk, das zum Deichbau benötigt wurde), der von Ewern weitertransportiert wurde. Heute ist die knapp 20.000 Einwohner zählende Stadt staatlich anerkannter Erholungsort im Norden des Landkreises Rotenburg (Wümme).

Pastor Helmut Tiedemann der von 1946 – 1953 in Wieden-
sahl gewirkt hatte übernahm danach in Bremervörde ein Pfarramt.