Im 18. Jahrhundert umhüllte der Herr die langen gepuderten Hinterkopfhaare mit einem Haarbeutel, um den Rockkragen zu schützen. Aus dieser Mode entwickelte sich der Soldatenzopf, bzw. die Zopfperücke des friderizianischen Zeitalters.

Sich einen Haarbeutel zugelegt zu haben meint jedoch redensartlich auch, berauscht zu sein oder gar einen Vollrausch zu haben. Wilhelm Buschs Die Haarbeutel ist eine Sammlung von acht abgeschlossenen Bildergeschichten, deren Helden alle „einen über den Durst getrunken haben.“