Otto Bassermann

* 12.3.1839 in Mannheim, † 29.3.1916

Nachdem Busch mit seinen Verlegern C. Braun (u. a. Max und Moritz), E. Hallberger (u. a. Huckebein), M. Schauenburg (Antonius) unzufrieden war, erschienen seine Werke ab Oktober 1871 in der Verlagsbuchhandlung von Otto Bassermann. Dieser verschätzte sich anfangs und druckte kleine Auflagen, die schnell vergriffen waren, so dass zeitweise Busch-Bücher auf dem Markt fehlten. Jetzt regnets Brei, und du hast keinen Löffel, schimpfte Busch. Später bei steigenden Verkaufszahlen, wurde Busch misstrauisch und zweifelte Bassermanns Abrechnungen an. Zu Unrecht! Er blieb seinem Autor zeitlebens loyal:  Mehrere Verträge sind aufgelöst und für Busch günstiger gestaltet worden.

Otto Bassermann schloss sich 1857 dem Künstlerverein Jung München an. Dort lernte er den 7 Jahre älteren Busch kennen. Ihre Freundschaft hielt bis zum Lebensende. Bassermann trat als Konzertsänger und Schauspieler bei Wohltätigkeitsveranstaltungen auf. Der gelernte Buchhand-
lungsgehilfe übernahm 1865 das väterliche Verlagsgeschäft erst in Mannheim, dann in Heidelberg und schließlich in München. Neben dem Wissenschaftlichen pflegte er auch den Kunstverlag. Sein größter verlegerischer Erfolg waren die Busch-Werke.

Otto Bassermann als junger und alter Verleger

Im Gegensatz zu den Nöldeke-Neffen hat Bassermann die ihm geschenkten Rein-Zeichnungen sorgfältig und treuhänderisch aufbewahrt und sie später in eine öffentliche Sammlung überführt. 1895 drängte Wilhelm Busch auf eine Vertrags-
ablösung. Bassermann sollte ihn mit einer großen Summe ein für allemal abfinden, damit die Rechnerei ein Ende hätte. Sämtliche Werke wären dann Eigentum des Verlages. Bassermann bot schließlich 50.000 Mark an, zahlbar in drei Jahresraten.

Altersbild von Otto Bassermann

 

 

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Bassermann über Busch