Vier Tage nach Adolf Buschs Tod, verfasste der Hannoversche Courier am 7. April 1909 einen Nachruf:
Gestern wurde hier (in Wiedensahl) der Kaufmann Adolf Busch beerdigt. Es war der jüngere Bruder des Humoristen Wilhelm Busch und im Jahre 1838 geboren. Gleich diesem wurde er mehrere Jahre von seinem Oheim, dem bekannten Bienenzüchter Pastor Kleine in Lüthorst bei Einbeck er-
zogen. Dem Wunsche der Vaters gehorsam, erlernte er dann die Kauf-
mannsschaft und übernahm um 1865 das väterliche Geschäft, das er in den 60er und 70er Jahren zu hoher Blüte brachte.
Er war allgemein beliebt. Alle die ihm nahetraten, erfreute sein trock-
ener, stiller Humor, sein reicher Anekdotenschatz und seine eindrucks-
volle Erzählkunst. Dem jüngeren Geschlecht war er ferner getreten, weil er sich wegen zunehmender Erblindung in seiner letzten Lebenszeit immer mehr von der Außenwelt zurückzog.
Politisch war der Entschlafene allzeit ein treuer Anhänger der national-
liberalen. Partei. Guten Vernehmen nach befindet sich in dem Nachlass des Entschlafenen eine bedeutende Anzahl an Briefen, die Wilh. Busch in den Sechziger und Siebziger Jahren mit der auch schon verstorbenen Gattin seines Bruders Adolf gewechselt hat, und die zeigen, welch unge-
trübte Freundschaft den bekannten Humoristen damals mit der Familie seines Bruders und mit seinem Vaterhause verbunden hat.
Der älteste Sohn des verstorbenen Kaufmannes Adolf Busch ist Pastor in Eboldshausen bei Salzderhelden.